Fire to the Houseprojects!

by cominsitu

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Fire to the Houseprojects! A Manifesto For Berlin

“In spite of its tremendous potential, struggles in Berlin seem everywhere to get stuck in dead-ends. At the risk of provoking indignation, we seek to identify some obstacles that block the self-overcoming of the present situation, and in this way to open up a genuinely strategic and tactical discussion about how we might begin to move again.

The biggest obstacle to such a discussion is the prevalence of a moralistic approach to power and resistance. The latter is most clearly visible in the discussions we’ve encountered around the refugee struggle, but it is by no means limited to them, and seems to affect anarchists and other autonomous folks as often as it does mainstream leftists. We will therefore begin by drawing critical attention to a two-pronged gesture that we routinely encounter in Berlin: a moralization of questions of strategy, and a strategization of morality. Though perhaps well-intentioned (for whatever that’s worth), this perspective too often generates only paralysis, isolation, and self-neutralization.

The critique of this political-strategic moralism raises fundamental questions about the relation between anti-racism, privilege-politics, and capitalist crisis. Specifically, it challenges conceptions of anti-racism based either on a pure negation of an outside enemy (antifascism) or else on a self-congratulatory ‘recognition’ of our lesser-privileged neighbors motivated ultimately by white guilt. In each case, we fail to extract ourselves from a leftist ‘posturing’ that never asks the question of what it would take to increase our collective power of acting, thinking, and living.”

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Hausprojeckte abfackeln! Ein Manifest Für Berlin

Trotz ihres gewaltigen Potenzials scheinen die Kämpfe in Berlin allerorts in Sackgassen fest zu sitzen. Auf das Risiko hin, Empörung hervorzurufen werden wir versuchen, einige Hindernisse zu identifizieren, die der Selbstüberwindung der gegenwärtigen Situation im Wege stehen, um so eine tatsächlich strategische und taktische Diskussion darüber zu eröffnen, wie wir wieder in Bewegung kommen können.

Das größte Hindernis einer solchen Diskussion ist die Dominanz eines moralistischen Zugangs zu Macht und Widerstand. Letzterer wird am deutlichsten in den Diskussionen sichtbar, die uns rund um den Kampf der Flüchtlinge begegneten, bleibt aber auf keinen Fall darauf beschränkt. Von daher möchten wir zu Beginn die kritische Aufmerksamkeit auf jene doppelte Geste lenken, der wir routinemäßig in Berlin begegnen: das Moralisieren von Fragen der Strategie und das Strategisieren der Moral. Wenn auch vielleicht in guter Absicht (was auch immer das bringen soll), erzeugt diese Perspektive allzu oft nur Lähmung, Isolation und Selbstneutralisierung.

Eine Kritik dieses politisch-strategischen Moralismus wirft grundlegende Fragen zum Verhältnis von Antirassismus, einer auf Privilegien fokussierenden Politik und kapitalistischer Krise auf. Genauer gesagt stellt sie antirassistische Konzepte in Frage, die entweder auf der reinen Ablehnung eines äußeren Feindes (Antifaschismus) oder der sich selbst beglückwünschenden ‚Anerkennung‘ unserer weniger privilegierten Nachbarn aufbauen, die letztlich von weißen Schuldgefühlen getrieben ist. In beiden Fällen gelingt es nicht, uns einer linken ‚Haltung‘ zu entziehen, die niemals die Frage stellt, was wir brauchen, um unsere Handlungsmacht zu vergrößern.”

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