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Tag: krisis

All the lonely people: Narcissism as a Subject Form of Capitalism

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by Peter Samol

(Translated and abridged from the German original: All the Lonely People. Narzissmus als adäquate Subjektform des Kapitalismus, Krisis 4/2016)

Sigmund Freud was the most astute analyst of the subjective conditions of existence in civil society. Psychoanalysis influenced by him represents the most developed theory about the sacrifices demanded of individuals living in our society. Freud understood his approach as a natural science approach. Psychoanalysis atrophied to anthropology where it could have been a critical theory (Adorno). This essay aims at a critical reconstruction of psychoanalysis regarding the term narcissism. This term coined by Freud himself characterizes a middle class subject form.

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Proletarier aller Länder, bekämpft euch!

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Anmerkungen zur Flüchtlingskrise

Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft, Sept 2016

1. Im Herbst letzten Jahres schien es, als würden wir Zeugen einer politischen Zäsur. Die Massenbewegung flüchtender Menschen zeigte der Festung Europa ihre Grenzen auf. Allerdings hatte dies jenseits der wörtlichen Bedeutung wenig mit einer Bewegung gemein, geschweige denn mit einer erwachenden »Multitude«, die auf die Grundfesten der herrschenden Ordnung zielen würde. Die Geflüchteten forderten zunächst nichts außer dem Recht auf Anwesenheit, das sie temporär bereits durchgesetzt hatten; mit ihrer Raumeinnahme schufen sie kurzerhand Fakten. Obwohl es vor allem die »Willkommenskultur« war, die das staatliche Versagen durch praktische Hilfe auffing, wurde der Zusammenbruch des Grenzregimes von der radikalen Linken begrüßt und teilweise als »Selbstermächtigung« und »Autonomie der Migration« gefeiert.

Andere witterten hinter Angela Merkels zeitweiliger Politik der Grenzöffnung einen Masterplan des Kapitals, den Arbeitsmarkt durch billige und willige Neuankömmlinge aufzufrischen. Manche Linke sehen darin eher eine Bedrohung und sind spätestens nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln auf einen Abschottungskurs eingeschwenkt. Angesichts des Deals mit der Türkei und geplanter Internierungslager in Libyen scheinen inzwischen beide Deutungen fragwürdig. Kurzzeitig überrumpelt, sind die Herrschenden wieder am Zug, und ihr Interesse an billigen Arbeitskräften scheint begrenzt. Vielmehr zeugt das Geschehen von den Herkunftsländern bis nach Europa von einem erdrückenden globalen Überschuss an Arbeitskraft, den wir Surplus-Proletariat nennen. Durch ihn wird die Klasse der Lohnabhängigen in immer stärkere Konkurrenz gesetzt; er wirkt als Treibsatz von Abstiegsangst, Chauvinismus, Spaltung. Die handliche Losung Das Problem heißt Rassismus geht daran vorbei.

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M-C-M’

Marxism and the Critique of Value aims to complete the critique of the value-form that was initiated by Marx. While Marx’s “esoteric” critique of value has been rediscovered from time to time by post-Marxists who know they’ve found something interesting but don’t quite know which end is the handle, Anglophone Marxism has tended to bury this esoteric critique beneath a more redistributionist understanding of Marx. The essays in this volume attempt to think the critique of value through to the end, and to draw out its implications for the current economic crisis; for violence, Islamism, gender relations, masculinity, and the concept of class; for revolutionary practice and agency; for the role of the state and the future of the commons; for the concepts that come down to us from Enlightenment thought: indeed, for the manifold phenomena that characterize contemporary society under a capitalism in crisis.

Edited by  Neil Larsen, Mathias Nilges, Josh Robinson, and Nicholas Brown

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[via mcmprime.com]